06 Juni Auf den Kilimandscharo – Eine Reise, die bleibt (Teil 2)
Kapitel 2: Der Aufstieg beginnt
Der Start in ein neues Abenteuer
Am vierten Tag unserer Reise beginnt das eigentliche Abenteuer: der Aufstieg zum Gipfel des Kilimandscharo. Wir werden früh morgens vom Hotel abgeholt und fahren zwei Stunden zum Startpunkt unserer Route. Die Atmosphäre im Fahrzeug ist erwartungsvoll still. Jeder weiß, dass nun eine körperliche und mentale Herausforderung beginnt, auf die wir uns zwar vorbereitet haben, deren Intensität aber niemand wirklich einschätzen kann.
Unser Einstieg erfolgt auf etwa 2.000 Metern Höhe. Die Route, die wir gewählt haben, ist die sogenannte Lemosho-Route – bekannt für ihre landschaftliche Vielfalt und gute Akklimatisierungsmöglichkeiten. Unser Team vor Ort umfasst 26 Personen: Guides, Träger, Köche. Für eine sechsköpfige Gruppe mag das überdimensioniert wirken, aber wer einmal gesehen hat, was alles mitgeschleppt wird – Zelte, Toiletten, Küchenausstattung, Vorräte – weiß, dass jede helfende Hand gebraucht wird.
Regenwald und erste Herausforderungen
Noch bevor wir starten, zieht ein leichter Regen auf. Ironischerweise beginnt unser Weg durch den Regenwald. Schnell wird klar, warum diese Klimazone ihren Namen trägt: Es regnet unaufhörlich, wenn auch nicht heftig. Der Pfad ist schlammig, die Luft feucht und schwer. Trotzdem ist die Stimmung gut. Alles ist neu, ungewohnt, aufregend. Immer wieder begegnen uns Gruppen anderer Nationalitäten – aus den USA, Südkorea, Frankreich. Alle mit demselben Ziel, aber jeweils ganz eigener Dynamik.
Nach fünf Stunden erreichen wir das erste Camp auf ca. 2.650 Metern. Die Zelte stehen bereits, unsere Taschen liegen bereit. Es gibt heißen Tee, Popcorn und Spaghetti. Ein kleines Festmahl nach dem ersten Tag. Abends wird es deutlich kühler, in der Nacht sinken die Temperaturen unter 10 Grad. Unsere Schlafsäcke halten gut warm, und das leise Rascheln der Affen in den umliegenden Bäumen wird zur Hintergrundmelodie der ersten Zeltnacht.















